Rund um den Handball
  Fairness-Apell
 


Fairness-Apelle von Achim Kähler (Bezirksjugendwart) und Robert Gademann (HSG Hochheim/Wicker)


Verhalten bei Spielen

Taunusstein 30.11.2008

Liebe Handballfreunde,

Fairness ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Sports im Allgemeinen und damit auch des Handballspiels.
Leider lässt sich dies in unseren Bezirk nicht eins zu eins übertragen, da sich in jüngster Vergangenheit Beschwerden über den Umgangston in den Hallen häufen.
Aus diesem unerfreulichen Anlass möchte ich Sie auffordern, mit Ihren Trainern und Betreuern, aber auch mit den Zuschauern, ein ernstes Wort zu reden, so dass solche Auswüchse eingedämmt werden, bzw. erst gar nicht mehr vorkommen.
Auf Grund einiger Vorfälle in der letzten Saison hatten wir uns entschlossen, speziell in den jüngeren Altersklassen erstmals in dieser Saison ein Gespräch (Trainer/Betreuer, Schiedsrichter und Sekretär/Zeitnehmer) vor den Spielen zu fordern. Leider scheint diese Maßnahme nicht zu greifen so dass wir uns erneut Gedanken über Änderungen/Konsequenzen machen müssen.
Bitte tragen Sie dafür Sorge, dass Ihre Vereinsmitarbeiter und Eltern nachhaltig ihr Verhalten umstellen, so dass eine Änderung der Durchführungsbestimmungen erst gar nicht angedacht und umgesetzt werden muss.
Jeder Formalismus stört den Handballsport, ständiges Gemeckere und Beleidigungen gegen Schiedsrichter und Spieler kann sich der Bezirk Wiesbaden jedoch nicht gefallen lassen. Deshalb können Konsequenzen in solchen Fällen nur die uneingeschränkte Anwendung der Satzung und Ordnungen des HHV sein, die zu drastischen Strafen führen können. Denn eines habe ich in meiner mehr als zwanzigjährigen Verbandsarbeit feststellen können, wenn es den Vereinen an den Geldbeutel geht werden sie wach.
Ein anderer extremer Fall wäre, wenn zukünftig alle Jugendspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit, also ohne Zuschauer ausgetragen werden müssten. Ob dies dem Handball förderlich ist, kann sich jeder an einer Hand abzählen. Viel mehr sollten wir an die Vorbildfunktion gegenüber unseren Jugendlichen denken und ihnen einen fairen Sport vorleben.
Ich fordere Sie deshalb auf, mit Ihren Zuschauern, meistens Eltern und Großeltern, über das Verhalten von der Tribüne aus zu reden. Dauerndes Gemecker verunsichert nicht nur den Schiedsrichter, sondern auch die Spieler auf dem Feld. Die Vereine sind unbedingt angehalten, die Schiedsrichter zu schützen und zu vermeiden, dass unbeherrschte Personen in der Halbzeitpause oder nach dem Spiel auf das Spielfeld laufen und den Schiedsrichter bedrängen. Sollten sich Zuschauer uneinsichtig zeigen bitte ich Sie, diese gegeben falls der Halle zu verweisen und in extremen Fällen mit einem Hallenverbot zu belegen. Als Hausherr stehen Ihnen diese Maßnahmen ohne weiteres zu.
Dies gilt aber auch für Betreuer Ihrer Mannschaften, die sich, eben weil sie mit den Regeln unseres Sports besser vertraut sind als die Zuschauer, besonders besonnen und sportlich zu verhalten haben. Ich erinnere hier insbesondere an die Vorbildfunktion gegenüber den Kindern und Jugendlichen. 
Der Bezirk wird künftig alle gemeldeten Verfehlungen ausnahmslos verfolgen und drastische Strafen aussprechen. 

Mit freundlichen Grüßen
 
Achim Kähler
Bezirksjugendwart

Liebe Eltern!

Der Bezirk Wiesbaden verzeichnet in den letzten Jahren eine dramatische Zunahme von undiszipliniertem Verhalten gegenüber Schiedsrichtern bei Jugendspielen von Seiten der Zuschauer und Betreuer. Es kamen gehäuft Fälle vor, bei denen die Unparteiischen während und auch nach den Spielen sich schwersten Beschimpfungen und Beleidigungnen stellen mußten, die mit einem fairen und vernünftigen Umgang bei leibe nichts mehr zu tun haben.
Auch wenn es unter meiner Führung bisher keine Zwischenfälle dieser Art gegeben hat, möchte ich hier nochmal ausdrücklich darauf hinweisen, daß ich ein solchens Verhalten keinesfalls dulden werde und auch nicht davor zurückschrecken werde, Personen, die Offizielle bedrängen, beleidigen oder bedrohen, umgehend der Halle verweisen werde, sei es bei einem Heim- oder bei einem Auswärtsspiel.
Erstens sind wir auf die Mitarbeit der Schiedsrichter angewiesen, ohne die es keinen Spielbetrieb geben würde. Diese sind stets bemüht, ein Spiel nach bestem Wissen und Gewissen zu leiten.
Zweitens kann man sich nürlich über eine Entscheidung gegen seine Mannschaft ärgern, dies entschuldigt aber nicht eine derartige Entgleisung gegenüber dem Offiziellen. Wir haben hier auch einen Vorbildcharakter für die Kinder, die lernen müssen, wie man mit einer solchen Situation umgeht! Den Schiedsrichter aufs übelste zu beleidigen, ist da die denkbar unsportlichte, unfairste und dümmste Variante!
Auch der Verband denkt zur Zeit über verschärfte Konsequenzen nach, wenn sich die Lage nicht bald bessert. Diese reichen von empfindlichen Geldstrafen bis hin zu den Überlegungen Jugendspiele unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfinden zu lassen! Ich appeliere daher an alle, den richtigen Bezug zum Sport nicht aus den Augen zu verlieren:
Dass wir in der Halle zusammen kommen, um gemeinsam Spaß zu haben mit unserem Gegner und lernen richtig mit Siegen und Niederlagen umzugehen. Das steht im Vordergrund.

Mit freundlichen Grüßen

Robert Gademann
 

 
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